Rolltreppe

Perspective

Konzept: “Perspektive” (AT) / Rolltreppe Nr. 4

Die Rolltreppe Nr. 4 soll hinsichtlich ihrer Unfunktionalität maximiert und dabei der Aspekt der Überwachung eines sogenannten “Angst-Raumes” positiv umkodiert werden.
Konkret ist ein pyramidenförmiger mit Spiegelfolie überzogener skulpturaler Eingriff geplant, der sich in unregelmäßiger Versetzung die Rolltreppe hinab windet. Angepasst an die Architektur der Treppe steigt diese “Dreiecksmauer” majestätisch hinab, um am Fußende in Wand- und Bodenelemente überzugehen.
Durch die versetzten Flächen und unterschiedlichen Winkel der Dreiecksmauer, wird Sonnenlicht eingefangen und in verschiedenen Perspektiven in den dunklen Gang geworfen, welche von den spiegelnden Wandelementen zurück oder weiter gestrahlt wird.
Zu jeder Tageszeit wird folglich die Passage auf natürliche Art und Weise beleuchtet, reflektiert und der pyramidenförmige Schlauch selbst zum Leuchtkörper. Nachts werden speziell platzierte Scheinwerfer, welche sich entsprechend des Sonnenuntergangs sukzessive hoch dimmen, diesen Reflexionsmoment weiterführen und somit für eine zunehmend künstliche Erhellung und konsequenterweise ebenso nächtliche Beleuchtung sorgen.
Die Aggressivität und das Gefährliche, welche die stehenden Rolltreppen am Ebertplatz ausstrahlen, soll durch das spitze, reflektierende Objekt hervorgekehrt und überspitzt werden.
Gleichzeitig strahlt es etwas ästhetisch Schönes, Anziehendes aus und schafft erhellende Momente während eines einst als abstoßend, düster-gefährlich wahrgenommenen Abgangs.

Eine Kooperation der Künstlerinnen Vera Drebusch und Evamaria Schaller.

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